Begriffserklärung "Betriebsgattung"
Der Lokomotivbestand der Deutschen Reichsbahn war, nach der Übernahme
der verschiedenen Länderbahnen, außerordentlich typenreich und umfaßte
nicht weniger als 210 Bauarten. Es war nicht sofort möglich sofort alle
Lokomotiven in Baureihen zu katalogisieren. So war die Unterscheidung
nach Lokomotivgattungen die Vorstufe dazu.
Auch heute noch kann man die Lokomotiven nach ihren Gattungen unterscheiden
besonders wichtig ist dies wenn eine Baureihe mehrere Lokomotivtypen enthält,
wie das bei den Schmalspurlokomotiven der Fall ist. Denn alle Schmalspurdampfloks
gehören zur Baureihe 99.
Sicher ist Ihnen schon ein Schild am Führerstand unserer Lokomotiven aufgefallen,
das so oder ähnlich aussieht:
Die Bedeutung ist ganz einfach. K steht für Kleinbahnlokomotive. Kleinbahn
bedeutet aber nicht Schmalspurbahn! Es gab auch auf Normalspurstrecken
Kleinbahnen. Ein S würde Schnellzuglok bedeuten, das werden Sie aber bei
uns nicht zu sehen bekommen! Gt würde für Güterzug-Tenderlok stehen. Die
57, auf unserem Beispielschild von der Neubaulok, muß man einzeln lesen
also fünf sieben. Fünf steht für fünf angetriebene Achsen. Die Sieben
gibt die Gesamtzahl der Achsen an. Auf 10 Tonnen Achsgewicht weißt die
Zehn dahinter hin. Das Dreieck deutet darauf hin daß es Teile an der Maschine
gibt die aus dem Lichtraumprofil ragen. Der Strich darunter sagt daß diese
Teile abbaubar sind.
                    
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